Missbrauch und Abhängigkeit: Wann wird Substanzkonsum problematisch?

Ein bewusster und reflektierter Umgang mit Substanzen ist essenziell. Bei Anzeichen von Missbrauch oder Abhängigkeit sollte frühzeitig Hilfe in Anspruch genommen werden, um schwerwiegendere Folgen zu vermeiden.
Definitionen: Missbrauch und Abhängigkeit
Substanzmissbrauch bezeichnet den Konsum von Substanzen trotz negativer Konsequenzen. Dies kann berufliche, soziale oder gesundheitliche Bereiche betreffen. Beispiele sind wiederholtes Fernbleiben von der Arbeit oder das Autofahren unter Einfluss von Substanzen.
Abhängigkeit geht über den Missbrauch hinaus und umfasst sowohl psychische als auch physische Aspekte. Kennzeichen sind ein starkes Verlangen nach der Substanz, Kontrollverlust über den Konsum, Toleranzentwicklung und Entzugssymptome bei Reduktion oder Absetzen. Betroffene vernachlässigen oft andere Interessen zugunsten des Konsums.
Übergang von Missbrauch zu Abhängigkeit
Der Übergang vom Missbrauch zur Abhängigkeit ist fließend. Ein Missbrauch führt nicht zwangsläufig zur Abhängigkeit, erhöht jedoch das Risiko. Je zentraler der Substanzkonsum im Leben wird, desto wahrscheinlicher entwickelt sich eine Abhängigkeit.
Wann wird es problematisch?
Problematisch wird der Substanzkonsum, wenn er zu negativen Konsequenzen führt. Beim Missbrauch treten diese in Form von sozialen, beruflichen oder gesundheitlichen Problemen auf. Bei Abhängigkeit kommen physische Entzugssymptome, Toleranzentwicklung und ein starkes Verlangen hinzu. In beiden Fällen ist eine professionelle Unterstützung ratsam.
Ist ihre Situation belastend? Sie können etwas ändern!
Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung.
Kontakte in Wien:
Österreichische Gesellschaft für Suchtmedizin (ÖGS)
Website: www.oegs.at
E-Mail: office@oegs.at
Sucht- und Drogenkoordination Wien
Website: www.sdw.wien
Telefon: +43 1 4000 87349